Sachverständige

Rad-/Reifenexperten beauftragen

Zur Beurteilung von Schäden an Kraftfahrzeugen ist das Hinzuziehen eines Sachverständigen gang und gäbe. Handelt es sich bei dem zu untersuchenden Fahrzeugteil um Räder oder Reifen, sollte der Sachverständige möglichst auf das Reifenhandwerk spezialisiert sein. Doch sogar Gerichte beauftragen bei Rechtsstreitigkeiten häufig einen Kfz-Sachverständigen, obwohl ein Reifensachverständiger die Sachlage aufgrund seiner Spezialkenntnisse besser beurteilen könnte.

Sowohl Verbraucher als auch Reifenservicebetriebe sollten bei erforderlichen Gutachten zu Rädern und Reifen in ihrem eigenen Interesse dafür sorgen, dass einer der bundesweit von Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Reifenschäden beauftragt wird. Die Adressen finden Sie hier.

Rad-/Reifensachverständiger werden

Damit die Zahl der spezialisierten Reifensachverständigen wächst und ihre Qualifikation kontinuierlich weiter verbessert wird, haben der BRV und die in München ansässige Stahlgruber-Stiftung in enger Kooperation mit Reifenindustrie, Prüfinstituten und Hochschulwesen eine anspruchsvolle Fortbildungsmaßnahme für Reifensachverständige konzipiert. Über einen Zeitraum von zwei Jahren absolvieren die Teilnehmer sowohl zwei Blöcke mit Vollzeitunterricht als auch verschiedene Wochenendkurse und Hospitationen. Erst dann können sie durch zwei Prüfungen den Abschluss „Sachverständiger im Vulkaniseur- und Reifenmechaniker-Handwerk“ als Grundlage für eine öffentliche Bestellung und Vereidigung IHK/HWK erwerben. Teilnahmevoraussetzung ist die Meisterprüfung im Vulkaniseur- und Reifenmechaniker-Handwerk und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung als Meister oder ein abgeschlossenes Ingenieurstudium (FH, Univ.)/Master/Bachelor.

Nähere Informationen zur Sachverständigen-Fortbildung gibt es bei der Stahlgruber-Stiftung in München.